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“Feelgood-Mode” – Was es mit dem neuen Trend auf sich hat…

“Feelgood-Mode” – Was es mit dem neuen Trend auf sich hat…

von Marie Therese

Ihr Lieben,

kennen Sie das Gefühl: Sie haben irgendwo eine tolle Klamotte gesehen und wollen die unbedingt haben. Manchmal können Sie nicht einmal mehr richtig nachvollziehen, wo Sie das Teil zuerst wahrgenommen haben: war es in einer Zeitschrift, im Büro oder auf der Straße – Sie wissen nur: das will ich haben, das steht mir, wenn ich das trage, dann fühle ich mich besser.

Tatsächlich beeinflusst das Äußere stark die Gemütslage. Mode kann man als Ausdruck von Identität verstehen, aber sie wirkt natürlich auch umgekehrt: sie kann das, was ich gerne wäre, unterstützen. Sie kann im Zweifel sogar einen ganz neuen Typ aus mir machen. Das wissen die Modemacherinnen und -macher sehr genau. Und sie reagieren darauf. In einem Bericht über die Mailänder Fashion-Week in Zeiten der Pandemie wurde die Edel-Designerin Miuccia Prada dieser Tage mit dem selbstbewussten Satz zitiert: „Das Ergebnis meines Jobs ist, dass sich die Menschen dank meiner Arbeit besser fühlen.“

Immerhin behauptet Frau Prada nicht, dass es den Menschen mit ihrer Mode tatsächlich besser gehe. Es geht nur um ein Gefühl, um ein Als-ob. Aber ist das nicht schon die halbe Miete?

Klar, wir haben alle gelernt: das Sein bestimmt das Bewusstsein. Aber gibt es nicht auch den umgekehrten Effekt? Wenn ich mal nicht gut drauf bin, ich mich dann aber trotzdem mit meinem roten Jersey-Kleid in Schale werfe, ein modisches Statement setze und die Aufmerksamkeit der anderen genieße, dann kann das durchaus meine Stimmung drehen – und das Leben fühlt sich gleich ganz anders an.

Die Modebranche lebt von diesem Produktversprechen. Das ist mir jetzt noch einmal bei den Berichten über die großen Modemessen klar geworden, auch wenn die natürlich in diesem Corona-Jahr ganz anders abgelaufen sind. Aber vielleicht funktioniert dieser Gute-Laune-Trick in Pandemie-Zeiten besonders gut. „Feelgood-Mode“ ist angesagt, so mein Eindruck. Von Jogginghosen war hier schon die Rede und von meinem neuen Kaschmir-Hoodie hatte ich Ihnen auch schon vorgeschwärmt. Die allgegenwärtigen bequemen Sneaker zum Kleid oder Rock fallen auch in diese Kategorie. Sieht man jetzt ja so vont, dass man schon glauben mag, Pumps seien out. Die Handtasche schließlich tauschen wir gegen einen rückenfreundlichen Rucksack. Lauter Beispiele fallen mir ein. Doch dafür, finde ich, sollte sich niemand schämen müssen, denn Mode soll ja dem Menschen dienen, nicht umgekehrt.

Ihre

Marie-Therese

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Der Teufel trägt Prada

Der Teufel trägt Prada

von Marie Therese

Ihr Lieben,

kennen Sie das Zitat? „Ich bin nur noch eine Darmgrippe von meinem Traumgewicht entfernt“, sagt eine der Assistentinnen der mächtigen Mode-Chefredakteurin Miranda Priestly im Kino-Klassiker “Der Teufel trägt Prada”. Die andere: „Ich mach auch so eine neue Diät. Sehr effektiv. Ich esse gar nichts. Und wenn ich das Gefühl habe, in Ohnmacht zu fallen, esse ich einen Käsewürfel.“

Nach vielen Jahren habe jetzt diese wunderbare Komödie über die Modebranche endlich mal wieder angeschaut und mich erneut köstlich darüber amüsiert, wie Meryl Streep als Chefredakteurin eines Modemagazins ihre Assistentin Andy, Anne Hathaway, kujoniert und quält. Sämtliche Klischees der Modebranche werden dort bedient: es zählen allein äußere Werte, das Aussehen, der Auftritt, die Aufmachung. Wer nicht mitspielen will, kann svonort wieder gehen. Es gibt strenge Hierarchien: Die Chefin allein gibt den Ton an; sie bestimmt, was Mode ist und was nicht. Und erst als Andy sich auf diese Spielregeln einlässt und ihren schlichten türkisblauen Kaufhauspullover gegen schrille Designer-Mode tauscht, wird sie ernstgenommen.

Ich frage mich, ob das heute wohl auch noch so funktioniert? Spielen Modemagazine überhaupt noch eine so große Rolle, wenn es darum geht, Trends zu setzen? Sind Konfektionsgrößen in der Haute Couture immer noch das Maß aller Dinge? Immerhin hat sich das Frauenbild in den letzten Jahren sehr verändert. Ein starkes Selbstbewusstsein ist heute doch mindestens genauso wichtig wie gutes Aussehen. Im Idealfall kommt beides zusammen. Aber wenn ich mit einer ausgeprägten Persönlichkeit gesegnet bin, dann kann ich heute auch Kleider von der Stange tragen und trotzdem was hermachen.

Und natürlich werden Modetrends heute längst nicht mehr von irgendwelchen einsamen, machtbewussten Mode-Chefredakteuren gesetzt, sondern sie entstehen in einem komplexen Wechselspiel verschiedenster Einflüsse, wobei die sozialen Medien im Netz mit all den Influencern und Bloggern eine immer stärkere Rolle spielen.

2006, als „Der Teufel trägt Prada“ in die Kinos kam, stand auch in der Modewelt der Umbruch der Digitalisierung noch ziemlich am Anfang. Dass heute, anderthalb Jahrzehnte später, Internet-Plattformen wie Instagram oder Youtube die Modewelt dominieren, war damals noch keineswegs absehbar. Doch der Film ist deshalb noch lange nicht veraltet. Im Gegenteil: wie Andy sich gegen ihre herrschsüchtige Chefin durchsetzt, wie sie sich am Ende gegen die glitzernden Verführungen der Modewelt und für eine Karriere als Zeitungsreporterin entscheidet, wie sie also ihren eigenen Weg findet und ihn konsequent geht, das ist noch heute sehenswert. Denn es zeigt, worauf es wirklich ankommt im Leben: auf die inneren Werte, auf die Persönlichkeit. Und da sind all die Designerklamotten wirklich nur noch Beiwerk.

Ihre

Marie-Therese

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“Leihen statt Kaufen”? – Shared Economy in der Modewelt (Marie-Therese)

“Leihen Statt Kaufen”? Shared Economy in der Modewelt

von Marie Therese

Ihr Lieben,

kaum zu fassen, was ich da in der Wochenendpresse gelesen habe: Der neueste Schrei im Mode-Business ist angeblich „Leihen statt Kaufen“. Eine bekannte Jeans-Marke bietet jetzt Hosen zum Mieten an: ich trage sie, solange ich will, und dann gebe ich sie einfach zurück. Anschließend wird sie prvonessionell gereinigt und an die nächste Kundin weiter vermietet. Das ist viel billiger und wird unter dem Label Nachhaltigkeit vermarktet.

Können Sie sich das vorstellen? Ehrlich gesagt, bei manchen Fehlkäufen früher hatte ich mir sowas schon mal gewünscht: Die Klamotten einfach wieder zurückgehen zu lassen, weil ich nach ein paar Wochen feststellte, dass es doch die falsche Kaufentscheidung war – zugegeben, nicht besonders umweltbewusst. Damals handelte sich natürlich um niegelnagelneue Ware. Doch eine Hose, die schon jemand Wildfremdes am Leib hatte? Damit tue ich mich schwer, selbst wenn sie noch so gut gereinigt wurde.
Auf der anderen Seite finde ich das Teilen ja eine gute Idee. Wenn ich nur hin und wieder ein Auto brauche, warum soll ich mir dann eins kaufen? Shared Economy hilft der Umwelt! Vielleicht haben Sie es ja in den Nachrichten gehört: gestern war der Weltüberlastungstag. Ein Tag, der daran erinnert, dass die Menschheit mehr Wälder, Wasser und Land verbraucht, als die Erde regenerieren kann. Wir leben also über unsere Verhältnisse. Und die Modeindustrie, kein Zweifel, hat auch ihren Anteil daran.
Eine Freundin hat mir neulich erzählt, dass sie sich noch gut daran erinnern kann, wie in ihrem Heimatdorf die Mädchen ihre Arbeit in der Schneiderei oder in der Weberei gefunden haben. Das waren kleine Textilfabriken, die für den Bedarf im Umland produzierten. Heute kaufen wir Klamotten, die am anderen Ende der Welt produziert werden. Es wird schon lange nicht mehr nach Bedarf produziert, Hauptsache viel und billig, und am Ende landet das meiste ohnehin auf dem Müll.
Ich kann meine Freundin gut verstehen, wenn sie sagt: „Ich möchte sehr gerne Textilien kaufen, die hier, in Deutschland produziert werden, auch wenn es dann etwas teurer ist, aber so verstehe ich Nachhaltigkeit.“ Sie kennen meine Devise: weniger ist mehr, auch in der Mode.

Ihre
Marie-Therese

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Was macht die Hitze mit uns? (Marie-Therese)

Was macht die Hitze mit uns?

von Marie Therese

Ihr Lieben,

puh, ist das eine Hitze in diesen Tagen. Auf der Wetterkarte immer noch viel rot. Da kann man nicht viel an sich haben: ganz unangenehm sind Röhren-Jeans, klar – aber auch Seidenstvonfe sind lästig, weil sie leicht am Körper kleben. Herrlich dagegen weite, lockere und luftige Kleider, am besten aus Leinen oder auch aus Popeline. Und alle zieht es hinaus ins Grüne, am besten in den schattigen Wald.

Das ist übrigens ein Trend, den ich schon seit einer Weile beobachte: Junge Familien, die früher gerne stadtnah wohnen wollten, um dort bloß nichts zu verpassen, ziehen jetzt aufs Land, schätzen den eigenen Gemüsegarten und die Beschaulichkeit der Natur. Stadtflucht gab es natürlich auch früher schon. Aber ich denke, etwas kommt heute hinzu: die Globalisierung, die Digitalisierung, die immer komplexer werdende Welt, mit der viele nicht mehr richtig klarkommen. Da bietet das Land Zuflucht, Heimat und Geborgenheit. Und der Trend zum Homevonfice seit Corona macht es jetzt sogar noch einfacher, diesen Lebensstil mit dem Beruf zu vereinbaren.

Wir sehen diese Landlust schon länger in der Mode: die Farbe Grün zum Beispiel taucht inzwischen häufiger auf, wir wissen, sie steht nicht jedem – aber grün ist einfach en vogue. Oder nehmen Sie den Trend zu Hippie-Kleidern oder den Siegeszug der Birkenstocks. Was früher im Büro ein No-Go war, wird heute zum Ausdruck eines bewussten Lebensstils. Und so ähnlich ist das ja auch mit dem Leben auf dem Land: früher galt man als Landpomeranze, heute darf man sich als Trendsetter fühlen. Das alles galt schon vor Corona. Ich bin gespannt, was das mit uns noch macht.

Ihre

Marie-Therese

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Weniger ist mehr (Marie-Therese)

Weniger ist mehr

von Marie Therese

Ihr Lieben,

aus der Psychologie wissen wir, dass tiefgreifende Veränderungen mitunter erst mit einiger Verzögerung realisiert werden. Bei traumatischen Erlebnissen dauert es vont eine Weile, bis man begreift, was da eigentlich passiert ist. So geht es mir jetzt auch mit der Pandemie. Nach den ersten Lockerungen zu Pfingsten hatte ich gehvonft, dass wir irgendwann wieder zurückkehren würden zu unserem alten Leben. Klar, unter Einhaltung aller Hygieneregeln, Abstand haltend und Hände waschend. Aber doch in den eingeübten Mustern, also nach einer anstrengenden Woche erstmal shoppen gehen, hinterher eine Kleinigkeit in der Stadt essen und dann vielleicht noch ins Kino, die Wochenenden immer schön durchgeplant.

Ich stelle fest: Das mag ich so nicht mehr. Da hat sich etwas verändert in meinem Leben. Die Einschränkungen des Lockdown mit Homevonfice, Homecooking und womöglich Homeschooling waren natürlich belastend. Auf der anderen Seite gab es eine andere Art von Freizeit: selten war ich so viel in der Natur; die vielen Spaziergänge und Wanderungen haben mehr Ruhe in mein Leben gebracht. Keine Verabredungen, keine Reisen – das war auch eine neue Freiheit für mich.

Das hat auch mein Verhältnis zur Mode verändert. Vor einigen Wochen hatte ich hier in meinem Blog davon gesprochen, dass es in meinem Kleiderschrank zwei Zustände gebe – „ein ‚Vor Corona’ und ein ganz, ganz schmales ‚Nach-Corona’“. Erst heute wird mir klar, wie sehr die Pandemie hier für mich einen Wendepunkt gesetzt hat. Weniger ist mehr, lautet jetzt die Devise, ich kaufe viel weniger und zugleich viel bewusster ein, setze auf Qualität und Nachhaltigkeit und versuche, in meinem Modestil die Natur und das Handwerk wertzuschätzen. Das hat natürlich seinen Preis, das darf dann auch mal was kosten, aber das ist es mir wert.

Ich könnte mir vorstellen, dass es vielen von Ihnen ähnlich geht. Im Moment wird einem ja die gesamte Frühjahrsmode für einen Appel und ein Ei hinterhergeworfen. Luxus-Labels sind so günstig wie noch nie, ich werde täglich von Angeboten fast erschlagen. Aber ich kaufe nicht mehr so einfach. Spontane Impulskäufe waren gestern, heute überlege ich dreimal, bevor ich mich entscheide. Nach jedem Schnäppchen zu greifen, das mache ich schon lange nicht mehr.

Für den Modemarkt wird das womöglich gravierende Folgen haben. Etliche Firmen werden in Konkurs gehen, das wird auch viele Arbeitsplätze kosten. Das tut mir natürlich leid, aber ich habe das Gefühl, dass sich die Dinge gerade auch in vielen anderen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft neu sortieren und grundlegend ändern. Die Modebranche muss darauf reagieren. Und sie wird reagieren. Meine Prognose: der nächste Trend verbindet Nachhaltigkeit mit Naturverbundenheit. Ich bin gespannt, wie das dann aussieht.

Ihre

Marie-Therese

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Das geht gar nicht! Die Do’s and Don’ts in der Mode (Marie-Therese)

Das geht gar nicht! Die Do’s and Don’ts in der Mode

von Marie Therese

Ihr Lieben,

die Fußgängerzonen füllen sich wieder, die Leute gehen fünf Monate nach dem Corona-Lockdown wieder auf die Straße. Wie schön. Aber nicht alles gefällt, was man da zu sehen bekommt. Deutlich zu enge Kleider, aus denen die Corona-Röllchen quellen, viel zu bunte Farben, Blumenmuster kombiniert mit Ringelshirt, Trecking-Schuhe zum viel zu kurzen Leinenkleid. Klar, die Einkaufsmeile ist kein Catwalk. Und ich bin auch nicht die Modepolizei. Aber wenn man nur auf einige wenige Dinge achtet, dann kann das Leben gleich viel schöner sein – für sich selbst und für die Mitmenschen. Ich freue mich jedenfalls, wenn ich einer aparten und gepflegten Frau begegne, der man ansieht, dass sie auf sich achtet.

Dabei lassen sich die schlimmsten Modesünden ganz leicht vermeiden. Ein dunkler BH unter der weißen Bluse – das muss nicht sein. Kleider oder Röcke zu kurz, womöglich noch mit einem tief dekolletierten Oberteil kombiniert, das sieht für meinen Geschmack immer billig aus, da mögen die Beine noch so schön sein. Immer wieder auch begegnet mir Kleidung, die schlicht und einfach zu eng ist. Manchmal habe ich den Eindruck, dass viele Frauen auf Teufel komm raus an der angestammten Kleidergröße festhalten wollen, obwohl eine Nummer größer eindeutig besser aussähe. Wurst in Pelle, da kann man noch so schlank sein, wirkt nie besonders elegant.

Na, zum Glück haben sich manche Modesünden auch überlebt. Erinnern Sie sich noch an die Poloshirts mit hochgestelltem Kragen?

Es gibt übrigens zwei ganz einfache Regeln, die svonort auf gutes Stilempfinden schließen lassen: die Schuhe müssen immer geputzt, die Sohlen dürfen nicht abgelaufen sein. Preisschilder bei neuen Schuhen bitte entfernen. Das ist Regel Nummer eins. Und Nummer zwei: ungebügelt geht gar nicht. Ganz gleich ob Blusen, Mäntel oder Kleider: geknittert, kraus und voller Falten wirkt einfach schlampig. Nehmen Sie sich die Zeit und bügeln Sie lieber kurz noch mal drüber. Und wenn Sie einen Steamer oder auch ein Dampfbügeleisen haben – perfekt. Da sieht die Mode gleich viel wertvoller aus.

So, jetzt reicht’s aber mit den NoGos. Übrigens würde ich am liebsten mal einen Blog über Modesünden von Männern schreiben. Das ist wirklich, wirklich schlimm. Weiße Socken in Sandalen oder kurzärmelige Hemden im Sommer. Ein andermal…

Ihre

Marie-Therese

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Ganz in Weiß… Lieber nicht?! (Marie-Therese)

Das geht gar nicht! Die Do’s and Don’ts in der Mode

von Marie Therese

Ihr Lieben,

heute kam ein Paket an mit zwei neuen Blusen, ganz in weiß: eine eher klassische und eine etwas verspielte mit Rüschen. Aus dem Sommer-Sale, ich konnte nicht widerstehen, obwohl mir Mode in dieser Saison doch eigentlich nicht so wichtig ist. Zwei mal weiß, in weißem Papier und weißem Karton. Beim Auspacken aber dann auf einmal ein komisches Gefühl: ich dachte plötzlich an Arztkittel, an Krankenhaus. Die Bilder der vergangenen Wochen und Monate, die Krankengeschichten, die Infektionszahlen. Und dabei immer wieder weiße Kittel.

Weiß sei der Modetrend dieses Sommers, war vor einigen Wochen in der Presse zu lesen. Da war von fließenden Kleidern in weiß die Rede, von weißen Röcken in Maxilänge und von schmalen weißen Hosen. Der Clou, so hieß es da, sei die Kombination verschiedener Materialien und Strukturen, also weißes Leinen mit weißer Seide zum Beispiel. Und dazu gab es gleich den passenden philosophischen Überbau: weiß als Farbe der Reinheit, der Unschuld, der Unbeflecktheit. Der größtmögliche Kontrast zur Krankheit, die ja gerne mit roten Knubbeln auf einer grauen Kugel dargestellt wird. Doch bestimmt Corona jetzt schon die Mode? Das kann ja wohl nicht angehen! Und ich mache selber mit und bestelle mir ganz unbedacht weiße Blusen!

Aber vielleicht geht es auch eine Nummer kleiner. Wenn ich mich recht entsinne, gab es kaum einen Sommer, in dem die Farbe weiß nicht zur Modefarbe ausgerufen worden wäre. In der warmen Sonne trägt sich weiß ja auch sehr angenehm. Ich brauche keine verordneten Modetrends, um meinen Kleiderschrank zu füllen. Wenn ich gut drauf bin, kommen mir die Ideen für die richtige Farbauswahl ganz von alleine. Und in diesem Sommer ist es wie in allen Jahren zuvor: ich kombiniere weiß mit anderen Farben. Also zum Beispiel mit einer ausgewaschenen Jeans oder einer schwarzen Leinenhose. Eine schmale weiße Hose geht auch toll mit einem knallig bunten Pulli, orange zum Beispiel. Oder wer es ganz klassisch will: ein weißer Blazer zur schwarzen Marlene-Dietrich-Hose. So geht’s – und dann denke ich schon gar nicht mehr an Corona.

Ihre

Marie-Therese

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Marie-Therese spricht über die Mode in Zeiten von Corona

Marie-Therese spricht über die Mode in Zeiten von Corona

von Marie Therese

Ihr Lieben,

früher konnte ich es manchmal kaum erwarten. Ich hatte irgendwo ein Teil entdeckt, das musste ich einfach haben. Koste es, was es wolle. Und wenn ich es dann hatte, dann wollte ich es unbedingt zeigen. Am liebsten svonort. Bei der Geburtstagsparty am selben Abend, beim Konzert oder beim Abendessen zu zweit. Und wehe, meiner Begleitung fiel meine „Haute Couture“ gar nicht auf.

Das ist jetzt vorbei. Corona tötet die Sinne! Geht es Ihnen auch so, dass Sie im Moment gar keine richtige Lust darauf verspüren, sich herauszuputzen? Geburtstagspartys gibt es allenfalls mit Abstandsgebot; Kino, Konzerte, Oper gestrichen und beim Abendessen zu zweit ist die wichtigste Frage, ob ich meine Maske eingesteckt habe. Irgendwie macht das alles keinen Spaß.

Aber gehen lassen will ich mich auch nicht. Ich kenne mich: das würde mich am Ende nur runterziehen. Nennen Sie es Disziplin, nennen Sie es Haltung: ich möchte auf mich achten!

Bleibt aber immer noch die Frage: Wie soll ich in Corona-Zeiten mein äußeres Erscheinungsbild definieren? Die großen Mode-Labels liefern mir gerade null Komma null Anregungen. Die haben auch genug mit sich zu tun. Dramatische Umsatzeinbrüche seit dem Lockdown. Die großen Modemessen werden alle abgesagt; viele Marken haben jetzt schon angekündigt, dass ihre Herbst-/Winter-Kollektionen deutlich schlanker ausfallen werden. Richtige Trends: Fehlanzeige.

Im Grunde geht es mir ja nicht anders als der ganzen Modebranche. Die Pandemie markiert eine Zäsur. Es gibt in der Modewelt wie in meinem Kleiderschrank zwei Zustände – ein „Vor Corona“ und ein ganz, ganz schmales „Nach-Corona“.

Von Entschleunigung ist jetzt viel die Rede. Von neuen Maßstäben und alten Werten. Und von der Rückbesinnung auf ein Modedesign, das nachhaltig war, jenseits von irgendwelchen Herbst-Kollektionen, die im nächsten Frühjahr nur mehr Schnee von gestern sind. Die ideale Zeit für ein paar neue Klassiker. Jenseits aller Trends. Mode, die bleibt über den Tag hinaus. Ich kann es kaum erwarten.

Ihre

Marie-Therese

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Die wohl schwierigste Frage am Morgen: “Was ziehe ich an?” (Marie-Therese)

Die wohl schwierigste Frage am Morgen: “Was ziehe ich an?”

von Marie Therese

Ihr Lieben,

bestimmt kennen Sie die Situation: Sie stehen morgens vor Ihrem Kleiderschrank und wissen nicht, was Sie anziehen sollen. Wenn der Tag schon so losgeht! Spricht nicht für Entschiedenheit, gute Laune und Tatendrang. Meistens wähle ich nolens volens in solchen Momenten auch eine Garderobe aus, in der ich mich dann den ganzen Tag irgendwie unwohl fühle. Das muss aber nicht so sein!

Für solche Situationen habe ich mir einen Trick überlegt: Im Kleiderschrank liegt jetzt immer ein Outfit für den sogenannten Notfall parat. Eine Kombination, die schlicht und einfach passt und bei der ich gar nicht weiter nachdenken muss. Eine Art survival kit also in Sachen Mode. Um den missglückten Einstieg in den Tag vielleicht noch zu retten, zählt dabei vor allem die Farbauswahl. Es gibt viele Studien darüber, wie welche Farben wirken, daran orientiere ich mich dann.

Grau zum Beispiel geht an solchen Tagen gar nicht. In der Farbpsychologie steht grau für Gleichgültigkeit und Neutralität, also keine Farbe, die mich an schlechten Tagen stärkt. Dann schon lieber klassisch schwarz, das wirkt wenigstens seriös, elegant, vielleicht mit einer Aura von Kunst und Kultur.

Aber auch gelb und grün sollte man nur an Tagen tragen, an denen man gezielt bestimmte Effekte erzielen möchte. Die Wirkung beider Farben ist nach den Regeln der Farbpsychologie durchaus unterschiedlich: bei gelb komme ich heiter und kreativ daher, bei grün erscheine ich eher ausdauernd und zielstrebig. Wer viel grün trägt, gilt aber auch als sympathisch und kommunikativ. Er wird als freundlich und aufrichtig wahrgenommen.

Für mich geht an schlechten Tagen blau am allerbesten. Die Wirkung von blau wird von den Farbpsychologen als beruhigend und ausgeglichen beschrieben, das ist schon mal gut. Im Job gilt blau als die Farbe, mit der ich mich sachlich und faktenorientiert gebe, genau richtig für Tage, an denen ich mich eigentlich eher etwas schwach wahrnehme.

Vielleicht noch ein Satz zu der Farbe rot: vielleicht die effektvollste Farbgebung von allen. Rot trage ich entsprechend nur, wenn ich auffallen möchte, mutig und vielleicht sogar dominant wirken möchte. Männer finden nach einer aktuellen Studie rot gekleidete Frauen übrigens besonders attraktiv. Aber das muss ja auch nicht jeden Tag sein. Also rot nur dann, wenn ich tatsächlich wirken will.

Ihre

Marie-Therese

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Ökobilanz beim Online-Shopping: Marie-Therese hat sich für uns schlau gemacht

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Ihr Lieben,

[fusion_dropcap color=”” boxed=”yes” boxed_radius=”50%” class=”” id=””]K[/fusion_dropcap]ennen Sie das Gefühl: Völlig erschöpft, meistens spät abends wollen Sie sich noch was Gutes tun und klicken sich durch die Modewelt im Netz. Ruckzuck sind die Warenkörbe gefüllt; womöglich sind Sie in dem einen oder anderen Portal auch registriert und müssen nur noch auf „Kaufen“ drücken.
Spätestens am nächsten Morgen meldet sich dann aber das schlechte Gewissen: was ist eigentlich mit der Ökobilanz? Wie stark belastet das Versenden von Paketen die Umwelt? Eine Bekannte hat mir neulich ganz stolz berichtet, dass sie ab svonort komplett auf Versandhandel verzichten will. Eine DHL-, DPD- und Hermes-Diät , gewissermaßen. Das wollte ich jetzt mal genauer wissen und habe mich schlau gemacht.

Laut Freiburger Öko-Institut verursacht eine herkömmliche Paketzustellung im Schnitt etwa 600 Gramm
Treibhausgasemission. Ist das viel? Die Ökotester haben einen Vergleich angestellt: Wenn ich das gleiche Teil in der Stadt im Geschäft kaufe, dann kann der durchschnittliche Treibhausgasausstoß sogar vier Mal so hoch sein, nämlich 2400 Gramm. Angenommen wurde dabei, dass ich ca. 6 km mit dem Auto in die Stadt und zurück fahren muss. Außerdem wurde zum Beispiel der Stromverbrauch für das Geschäft mit in die Rechnung einbezogen und es wurde von einer Öffnungszeit von zehn bis 20 Uhr ausgegangen.

Das muss ich dringend meiner Bekannten erzählen. Natürlich kann sie argumentieren, dass man ja nicht mit dem Auto in die Stadt fahren muss. Aber was soll ich machen, wenn ich zum Beispiel auf dem Land wohne?

Auf jeden Fall: das erleichtert mein Gewissen. Auf der anderen Seite finde ich es gut, dass meine Bekannte sich so viele Gedanken über die Umwelt und das Thema Nachhaltigkeit macht. Das liegt mir ja auch am Herzen. Doch für mich spielt auch noch etwas anderes eine Rolle: Onlineshopping empfinde ich als deutlich stressfreier, als wenn ich mich am Samstagmorgen durch die volle Innenstadt schieben muss.

Aber eines habe ich mir jetzt ganz fest vorgenommen: in Zukunft möchte ich auch im Netz nur noch mit Sinn und Verstand einkaufen. Keine unbedachten Spontaneinkäufe mehr, lieber noch mal eine Nacht drüber schlafen. Denn die Ökobilanz stimmt nur, wenn es
nicht übertrieben viele Retouren gibt. Die könnten am Ende nämlich meinen ökologischen Fußabdruck beim Onlineshopping deutlich
vergrößern. In diesem Sinne: viel Spaß beim Shoppen!

Ihre

Marie-Therese

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