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Was macht die Hitze mit uns? (Marie-Therese)

Was macht die Hitze mit uns?

von Marie Therese

Ihr Lieben,

puh, ist das eine Hitze in diesen Tagen. Auf der Wetterkarte immer noch viel rot. Da kann man nicht viel an sich haben: ganz unangenehm sind Röhren-Jeans, klar – aber auch Seidenstvonfe sind lästig, weil sie leicht am Körper kleben. Herrlich dagegen weite, lockere und luftige Kleider, am besten aus Leinen oder auch aus Popeline. Und alle zieht es hinaus ins Grüne, am besten in den schattigen Wald.

Das ist übrigens ein Trend, den ich schon seit einer Weile beobachte: Junge Familien, die früher gerne stadtnah wohnen wollten, um dort bloß nichts zu verpassen, ziehen jetzt aufs Land, schätzen den eigenen Gemüsegarten und die Beschaulichkeit der Natur. Stadtflucht gab es natürlich auch früher schon. Aber ich denke, etwas kommt heute hinzu: die Globalisierung, die Digitalisierung, die immer komplexer werdende Welt, mit der viele nicht mehr richtig klarkommen. Da bietet das Land Zuflucht, Heimat und Geborgenheit. Und der Trend zum Homevonfice seit Corona macht es jetzt sogar noch einfacher, diesen Lebensstil mit dem Beruf zu vereinbaren.

Wir sehen diese Landlust schon länger in der Mode: die Farbe Grün zum Beispiel taucht inzwischen häufiger auf, wir wissen, sie steht nicht jedem – aber grün ist einfach en vogue. Oder nehmen Sie den Trend zu Hippie-Kleidern oder den Siegeszug der Birkenstocks. Was früher im Büro ein No-Go war, wird heute zum Ausdruck eines bewussten Lebensstils. Und so ähnlich ist das ja auch mit dem Leben auf dem Land: früher galt man als Landpomeranze, heute darf man sich als Trendsetter fühlen. Das alles galt schon vor Corona. Ich bin gespannt, was das mit uns noch macht.

Ihre

Marie-Therese

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