Ihr Lieben,

Die Fußgängerzonen füllen sich wieder, die Leute gehen fünf Monate nach dem Corona-Lockdown wieder auf die Straße. Wie schön. Aber nicht alles gefällt, was man da zu sehen bekommt. Deutlich zu enge Kleider, aus denen die Corona-Röllchen quellen, viel zu bunte Farben, Blumenmuster kombiniert mit Ringelshirt, Trecking-Schuhe zum viel zu kurzen Leinenkleid. Klar, die Einkaufsmeile ist kein Catwalk. Und ich bin auch nicht die Modepolizei. Aber wenn man nur auf einige wenige Dinge achtet, dann kann das Leben gleich viel schöner sein – für sich selbst und für die Mitmenschen. Ich freue mich jedenfalls, wenn ich einer aparten und gepflegten Frau begegne, der man ansieht, dass sie auf sich achtet.

Dabei lassen sich die schlimmsten Modesünden ganz leicht vermeiden. Ein dunkler BH unter der weißen Bluse – das muss nicht sein. Kleider oder Röcke zu kurz, womöglich noch mit einem tief dekolletierten Oberteil kombiniert, das sieht für meinen Geschmack immer billig aus, da mögen die Beine noch so schön sein. Immer wieder auch begegnet mir Kleidung, die schlicht und einfach zu eng ist. Manchmal habe ich den Eindruck, dass viele Frauen auf Teufel komm raus an der angestammten Kleidergröße festhalten wollen, obwohl eine Nummer größer eindeutig besser aussähe. Wurst in Pelle, da kann man noch so schlank sein, wirkt nie besonders elegant.

Na, zum Glück haben sich manche Modesünden auch überlebt. Erinnern Sie sich noch an die Poloshirts mit hochgestelltem Kragen?

Es gibt übrigens zwei ganz einfache Regeln, die sofort auf gutes Stilempfinden schließen lassen: die Schuhe müssen immer geputzt, die Sohlen dürfen nicht abgelaufen sein. Preisschilder bei neuen Schuhen bitte entfernen. Das ist Regel Nummer eins. Und Nummer zwei: ungebügelt geht gar nicht. Ganz gleich ob Blusen, Mäntel oder Kleider: geknittert, kraus und voller Falten wirkt einfach schlampig. Nehmen Sie sich die Zeit und bügeln Sie lieber kurz noch mal drüber. Und wenn Sie einen Steamer oder auch ein Dampfbügeleisen haben – perfekt. Da sieht die Mode gleich viel wertvoller aus.

So, jetzt reicht’s aber mit den NoGos. Übrigens würde ich am liebsten mal einen Blog über Modesünden von Männern schreiben. Das ist wirklich, wirklich schlimm. Weiße Socken in Sandalen oder kurzärmelige Hemden im Sommer. Ein andermal…

Ihre

Marie-Therese